Horizontalmischer
Liegende Welle im waagerechten Trog. Das Produkt wird der Länge nach umgesetzt, statt in einem stehenden Behälter zu entmischen.
Kurz erklärt
In einem stehenden Behälter neigen Pulver dazu, sich nach Korngröße und Dichte zu entmischen. Im waagerechten Trog wird das gesamte Produkt in Bewegung gehalten und gleichmäßig umgesetzt. Bei fließfähigen Flüssigkeiten ist der Rührbehälter einfacher und günstiger.
So läuft ein Ansatz
Über eine verschließbare Öffnung, Füllgrad beachten.
Das Werkzeug setzt das gesamte Produkt der Länge nach um.
Auf Wunsch eingedüst, während der Mischer läuft.
Mit Temperierung und Absaugung wird aus dem Mischer ein Trockner.
Klappe oder Schieber im Trogboden, oft über die volle Länge.
Anwendungen
Gleichmäßige Verteilung kleiner Anteile in großer Menge.
Trockene Komponenten, schonend umgesetzt.
Auch mit flüssigen Anteilen.
Schleifmittel und mineralische Güter.
Baureihe HRZ-H 100, aus einem Forschungsprojekt entstanden.
Reinigen, Weichen, Keimen und Darren in einem Behälter.
Schonend mischen
Bei bruchempfindlichen Gütern ist der Energieeintrag die entscheidende Stellschraube. Werkzeugform, Drehzahl und Mischzeit bestimmen, ob das Korn heil bleibt.
Bestimmt, wie stark das Produkt geschert wird.
Über Frequenzumrichter stufenlos an das Produkt angepasst.
Länger ist nicht besser. Der richtige Punkt wird im Versuch bestimmt.
Reinigung
Gut zugängliche Deckel, glatte Innenflächen und möglichst wenige Kanten, in denen Pulver hängen bleibt. Bei häufigem Wechsel und bei Allergenen ist die Reinigbarkeit das wichtigste Konstruktionsziel, nicht die Mischleistung.
Sagen Sie in der Anfrage, wie oft und zwischen welchen Produkten Sie wechseln.
Horizontalmischer
Zwölf Fragen aus dem Alltag am Telefon. Wenn Ihre nicht dabei ist, rufen Sie durch.
Ein Mischer mit liegender Welle in einem waagerechten Trog. Das Produkt wird nicht von oben eingetaucht, sondern der Länge nach umgesetzt. Diese Bauform eignet sich besonders für Pulver, Granulate und pastöse Produkte, die sich in einem stehenden Behälter schlecht bewegen lassen.
Wenn Sie trockene oder halbtrockene Güter mischen. In einem stehenden Behälter neigen Pulver zum Entmischen nach Korngröße und Dichte, im waagerechten Trog werden sie dagegen gleichmäßig umgesetzt. Bei fließfähigen Flüssigkeiten ist der Rührbehälter einfacher und günstiger.
Pulver, Granulate und pastöse Massen. Aus unserem Umfeld sind das etwa Gewürzmischungen, Backwaren-Vormischungen, Aromen und Feinkostsalate, dazu keramische Massen und Schleifmittel. Auch das Mischen von trockenen mit flüssigen Anteilen ist möglich, dann wird die Flüssigkeit eingedüst.
Das ist die zentrale Frage bei Schüttgütern, denn Bruch verändert Korngröße und Schüttdichte. Über Werkzeugform, Drehzahl und Mischzeit lässt sich der Energieeintrag so einstellen, dass schonend gemischt wird. Bei bruchempfindlichen Gütern klären wir das im Technikum am echten Produkt.
Wir bauen Horizontalmischer von 50 bis 10.000 Litern. Beim Horizontalmischer ist der Füllgrad wichtiger als bei stehenden Behältern: zu voll gefüllt kann das Produkt nicht umgesetzt werden, zu wenig gefüllt läuft das Werkzeug teilweise leer.
Über eine Klappe oder einen Schieber im Trogboden, oft über die gesamte Länge, damit kein Restprodukt liegen bleibt. Bei klebrigen Massen ist die Entleerung der kritische Punkt und wird zusammen mit der Werkzeugform geplant, nicht nachträglich.
Ja, mit Temperierung und Absaugung wird aus dem Mischer ein Trockner. Unsere Baureihe HRZ-H 100 ist als Gemüsetrocknungsmaschine im Einsatz. Weil das Produkt permanent umgesetzt wird, trocknet es gleichmäßiger als in einem ruhenden Bett.
Über gut zugängliche Deckel, glatte Innenflächen und möglichst wenige Kanten, in denen Pulver hängen bleibt. Bei häufigem Wechsel und bei Allergenen ist die Reinigbarkeit das wichtigste Konstruktionsziel. Sagen Sie in der Anfrage, wie oft und zwischen welchen Produkten Sie wechseln.
Ja. Bei Pulvern ist Ex-Schutz besonders relevant, weil Staub in Verbindung mit Luft zündfähig sein kann, auch ohne Lösemittel im Prozess. Die Zone wird deshalb nicht nur vom Produkt bestimmt, sondern auch von der Staubentwicklung beim Befüllen und Entleeren.
Ja. Wir fertigen sie lebensmittel- und pharmatauglich, nach den Anforderungen von GMP und FDA. Aus dem Lebensmittelbereich stammen mehrere unserer Anwendungen, und wir forschen mit dem Deutschen Institut für Lebensmitteltechnik. Werkstoff, Oberfläche und Reinigbarkeit werden entsprechend ausgelegt, ebenso die Vermeidung von Stellen, in denen Produkt über die Charge hinaus liegen bleibt.
Häufig ja, etwa mit neuen Werkzeugen, einer Temperierung, zusätzlicher Sensorik oder einer neuen Steuerung. Weil wir Zerspanung, Schweißen und Elektrotechnik im Haus haben, lassen sich solche Umbauten auch an älteren Anlagen ausführen, für die es keine Unterlagen mehr gibt.
Ihr Ansprechpartner
Schildern Sie uns die Mischaufgabe oder senden Sie die Zeichnung. Wir melden uns mit einer belastbaren Aussage.