Oberflächenbehandlung
Oberflächenbehandlung für Metall und Edelstahl
Der letzte Schritt entscheidet, wie lange ein Bauteil hält und ob es sich reinigen lässt. Bis Ra 0,8 µm, passend zur Umgebung, in der es steht.
Kurz erklärt
Beizen und Passivieren gehören zusammen
Beizen entfernt Anlauffarben und die geschädigte Randschicht, es reinigt also. Passivieren baut anschließend die schützende Oxidschicht wieder auf. Eine gebeizte Fläche ohne Passivierung bleibt angreifbar. In der Praxis sind das deshalb zwei Schritte eines Vorgangs.
Verfahren
Was zur Anforderung passt
Strahlen
Entfernt Zunder und schafft eine definierte Rauheit als Haftgrund.
Beizen und Passivieren
Für Edelstahl nach dem Schweißen, stellt die Korrosionsbeständigkeit wieder her.
Schleifen und Bürsten
Mechanisch, wenn die Optik der Fläche zählt.
Elektropolieren
Glättet elektrochemisch, für besonders gut reinigbare Flächen in Pharma und Biotechnologie.
Pulverbeschichten
Robust und wirtschaftlich bei gleichen Farbtönen in Stückzahl.
Nasslack
Flexibler bei Sonderfarben, großen Bauteilen und Nacharbeit.
Verzinken und Eloxieren
Für Bauteile, die dauerhaft im Freien oder in feuchter Umgebung stehen.
Verfahren im Überblick
Was im Haus läuft und was beim Partner
Geschliffen wird bei uns, die chemischen und beschichtenden Verfahren laufen über eingespielte Partnerbetriebe. Die Abwicklung bleibt in einer Hand: Sie beauftragen uns, nicht drei Betriebe.
| Verfahren | Wofür | Wo es läuft |
|---|---|---|
| Schleifen und Bürsten | Optik und definierte Rauheit | im eigenen Haus |
| Beizen und Passivieren | Edelstahl nach dem Schweißen | Partnerbetrieb |
| Elektropolieren | Ra bis unter 0,8 µm, Pharma und Lebensmittel | Partnerbetrieb |
| Strahlen | Zunder entfernen, Haftgrund schaffen | Partnerbetrieb |
| Pulverbeschichten und Nasslack | Farbe und Korrosionsschutz | Partnerbetrieb |
| Verzinken und Eloxieren | dauerhaft im Freien | Partnerbetrieb |
Ra-Werte
Was Ra in Ihrer Zeichnung bedeutet.
Ra beschreibt die Rauheit einer Oberfläche als Mittelwert. Je kleiner der Wert, desto glatter die Fläche. In Pharma und Lebensmittel wird er vorgegeben, weil raue Flächen Rückstände halten und schwerer zu reinigen sind. Über Elektropolieren erreichen wir Werte unter Ra 0,8 µm.
Nennen Sie den geforderten Wert in der Anfrage, er entscheidet über das Verfahren.
Reihenfolge
Oberfläche kommt nach dem Schweißen
Schweißnähte verändern die Oberfläche. Eine vorher behandelte Fläche würde dabei wieder beschädigt. Ausnahmen gibt es nur bei Bauteilen, die nach dem Zusammenbau nicht mehr zugänglich sind.
Zuschnitt
Laser, mit sauberer Schnittkante.
Umformen und Schweißen
Die Geometrie entsteht, Wärme wirkt auf die Fläche.
Oberfläche
Erst jetzt, sonst wäre die Arbeit doppelt.
Oberflächenbehandlung
Was Kunden uns dazu fragen
Zwölf Fragen aus dem Alltag am Telefon. Wenn Ihre nicht dabei ist, rufen Sie durch.
Strahlen, Beizen, Passivieren, Elektropolieren, Schleifen und Bürsten, Pulverbeschichten, Nasslack, Verzinken und Eloxieren. Welche Behandlung richtig ist, ergibt sich aus Werkstoff, Umgebung und der Frage, ob die Fläche später berührt oder gereinigt wird.
Geschliffen wird bei uns im Haus, die übrigen Verfahren laufen über eingespielte Partnerbetriebe. Für Sie ändert das nichts an der Verantwortung: Sie beauftragen die Baugruppe bei uns und bekommen sie fertig behandelt zurück, mit einem Ansprechpartner und einer Rechnung. Auch die Terminverfolgung beim Partnerbetrieb übernehmen wir.
Beim Schweißen entstehen Anlauffarben und eine veränderte Randschicht. Beides setzt die Korrosionsbeständigkeit herab, obwohl der Werkstoff selbst in Ordnung ist. Beizen und Passivieren stellen die schützende Passivschicht wieder her. Ohne diesen Schritt rostet Edelstahl an der Naht.
Beizen entfernt Anlauffarben und die geschädigte Randschicht, es reinigt also. Passivieren baut anschließend die schützende Oxidschicht wieder auf. In der Praxis gehören beide Schritte zusammen, weil eine gebeizte Fläche ohne Passivierung angreifbar bleibt.
Ra beschreibt die Rauheit einer Oberfläche als Mittelwert. Je kleiner der Wert, desto glatter die Fläche. In Pharma und Lebensmittel wird er vorgegeben, weil raue Flächen Rückstände halten und schwerer zu reinigen sind. Über Elektropolieren erreichen wir Werte unter Ra 0,8 µm.
Wenn eine besonders glatte, gut reinigbare Fläche gefordert ist, meist in Pharma und Biotechnologie. Elektropolieren glättet die Oberfläche elektrochemisch und geht dabei über das hinaus, was Schleifen erreicht. Es ist aufwendiger, deshalb setzt man es gezielt ein und nicht überall.
Pulverbeschichtung ist robust und wirtschaftlich bei gleichen Farbtönen in Stückzahl. Nasslack ist flexibler bei Sonderfarben, großen Bauteilen und Nacharbeiten. Bei Baugruppen, die später vor Ort ergänzt werden, ist Nasslack oft praktischer.
Grundsätzlich ja, für Bauteile aus Fremdfertigung. Wir brauchen dann Angaben zum Werkstoff und zum Vorzustand, etwa ob schon beschichtet oder verzinkt wurde. Ohne diese Information lässt sich das Ergebnis nicht zusagen.
In der Regel danach, weil Schweißnähte die Oberfläche verändern und eine vorher behandelte Fläche wieder beschädigt würde. Deshalb ist die Reihenfolge bei uns Zuschnitt, Umformen, Schweißen, Oberfläche. Ausnahmen gibt es bei Bauteilen, die nach dem Zusammenbau nicht mehr zugänglich sind.
Entscheidend ist die Belastung: Regen und Frost sind etwas anderes als Salzluft oder Chemikaliendämpfe. Bei Baustahl ist ein Korrosionsschutzsystem üblich, bei Edelstahl genügt oft eine sachgerechte Passivierung. Beschreiben Sie den Aufstellort, dann empfehlen wir passend.
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